WILLKOMMEN BEI DEN BÜNDNER FUSSBALLSCHIEDSRICHTERN

Rund 40 Bündner Sportler stehen Wochenende für Wochenende (und zum Teil auch unter der Woche) für den Fussball als Schiedsrichter im Einsatz. Allerdings sind das nicht die einzigen Aktivitäten! Die Trainingsgruppe Graubünden als Dachverband organisiert während dem Jahr verschiedene Anlässe, um auch den gemütlich-geselligen Teil eines Vereinslebens und die Kameradschaft zu fördern!

 

Diese Webseite werden in Kooperation vom BFV-Schiedrichterwesen und der Schiedsrichter Trainingsgruppe Graubünden geführt.

 

Bei aktuellen Fragen kontaktiere den Präsidenten der Trainingsgruppe Graubünden Fabio Caminada oder Max Kressig, unseren Vertreter im BFV-Vorstand.


Ein letztes Wort des Präsidenten...

Dario Bognar tritt als Präsident zurück und übergibt sein Amt an den designierten Nachfolger Fabio Caminada

 

Dario Bognar hat im Jahr 2021 nach 7 Jahren als Präsident sein Amt als Folge seiner Wahl in die Schiedsrichterkommission des OFV niedergelegt. Zuvor war er bereits während 11 Jahren (von 1999 - 2004 und von 2008 - 2013) als Kassier im Vorstand unserer TG tätig.

 

Für seine grossen Verdienste zu Gunsten unseres Vereins wurde er an der Hauptversammlung vom 02.02.2018 zum Ehrenmitglied ernannt.

 

Nachfolgend wird er gerne einige persönliche Worte an euch richten.

 

Liebe Vereinsmitglieder, liebe Vorstandskollegen

 

Es ist mir ein grosses Anliegen, meinen langjährigen Vorstandskollegen für die uneigennützige und kollegiale Zusammenarbeit zu danken!

Es hat mir grossen Spass bereitet, die Trainingsgruppe in den vielen Jahren meiner Vorstandstätigkeit sowohl als Kassier wie auch in den letzten 7 Jahren als Präsident mitzugestalten und so den Mitgliedern eine Plattform für den geselligen Austausch bieten zu können. 

 

Leider kommt es nicht immer so, wie man es sich wünscht und so bleibt mir aufgrund der aktuellen Pandemie nichts anderes übrig, als still und heimlich das Ruder an meinen designierten Nachfolger Fabio Caminada zu übergeben. Ich wünsche ihm und seiner neuen/alten Crew viel Freude, Befriedigung und gutes Gelingen im Umsetzen seiner Vorhaben. 

 

Selbstverständlich werde ich auch zukünftig sehr gerne an den vielen interessanten Anlässen der TG und des OSV teilnehmen und freue mich auf die spannenden Begegnungen mit euch! Genau diese waren seit Beginn meiner SR-Tätigkeit im Jahr 1996 der Antrieb, die vielleicht manchmal weniger schönen Herausforderungen zu meistern und mit Freude dabei zu bleiben. So hoffe ich, dass sich auch die Neuschiedsrichter immer wieder von diesem Feuer mitreissen lassen und lange als Schiedsrichter tätig bleiben.

 

Macht's gut, bleibt gesund und bis bald

Euer Ex-Präsi Dario


Hinschied von Robert (Röbi) Kohler

 

Wir haben die schmerzliche Pflicht euch mitzuteilen, dass unser geschätztes und allen älteren Mitgliedern bekanntes Alt- und Freimitglied Röbi Kohler bereits am 13.02.2018 im Alter von 70 Jahren an den Folgen einer schweren Krankheit erlegen ist.

 

Röbi Kohler war über viele Jahre ein gerne gesehener Schiedsrichter auf den Bündner Fussballplätzen und nahm auch aktiv an den verschiedenen Anlässen unserer Gruppe teil.

 

Wir werden Röbi in bester Erinnerung behalten und entbieten den Hinterbliebenen unser tief empfundenes Beileid.

 

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Interview mit SR Simon Fausch vom FC Lenzerheide/Valbella

Simon Fausch wurde vom Ostschweizer Schiedsrichterverband kürzlich interviewt. Das Interview wurde auf der Homepage des OSV veröffentlicht und gibt einen interessanten Einblick zu den bisher gesammelten Eindrücken von Neu-Schiedsrichter Simon Fausch.

Interview mit Simon Fausch: "Als Schiedsrichter konnte ich mich persönlich weiterentwickeln"

 

Name: Fausch

Vorname: Simon

Alter: 22

Wohnort: Valbella / Zürich

Schiedsrichter seit: 01.04.2017

Qualifikation: 5. Liga (dies war zum Zeitpunkt des Interviews, aktuell 4. Liga)

  

Für welchen Verein pfeifst du?

Für den FC Lenzerheide/Valbella

 

Was hat Dich dazu bewegt Schiedsrichter zu werden?

Als Junior durfte ich beim FC Lenzerheide/Valbella die C- und B-Junioren meistens als Captain auf das Feld führen. Nach den Junioren spielte ich zwei Jahre in der vierten Liga weiter. Ich war stets ein «bockharter» Abwehrspieler. Neben dem Platz ruhig und besinnlich, aber auf dem Platz voller Emotionen und meistens unzufrieden mit den Schiedsrichtern. Als ich nach der Lehre aufgrund der Arbeit und des Studiums nach Zürich wechselte, zog ich mich aus zeitlichen Gründen vom Fussballspielen zurück. Die Emotionen, Freundschaften & tollen Erlebnisse auf dem Fussballfeld habe ich sehr vermisst. Somit entschied ich mich dem Fussball auf einer anderen Art und Weise erhalten zu bleiben. Ich war sehr ambitioniert und wollte mir beweisen, es besser machen zu können als jene Schiedsrichter, welche ich als Junior in Erinnerung hatte.

 

Dein erstes Spiel war?

Das C-Junioren Spiel der ersten Stärkeklasse zwischen dem FC Bonaduz und dem FC Chur. Ich war beeindruckt, welche Freude und was für spielerische Fähigkeiten die Mannschaften an den Tag legten. Beide Teams kämpften mit vollem Einsatz aber toller Fairness bis zum Schluss.

 

Wie ging deine SR- Karriere dann weiter?

Danach durfte ich gleich in einem hohen Rhythmus (jeweils zwei Spiele pro Woche, eines am Mittwoch und eines am Samstag) viele weitere Tolle Spiele bei den C Junioren pfeifen. Nach einigen Spielen bekam ich meinen ersten B-Junioren Match zugeteilt, worauf ich die Beförderung zum B-Junioren Schiedsrichter erhielt. Nach einigen Spielen bei den B-Junioren durfte ich dann im Sommer mein erstes Spiel bei den Aktiven pfeifen.

 

Was hast du in deiner kurzen Zeit als Schiedsrichter gelernt?

Ich habe sehr viele neue Menschen kennengelernt und konnte dadurch viele neue Kontakte knüpfen. Als Schiedsrichter konnte ich mich persönlich weiterentwickeln. Ich lernte die verschiedenen Situationen besser einzuschätzen, eindeutig und klar zu kommunizieren, mit Fehlern umzugehen und konnte mich auch konditionell verbessern:)

 

Was war dein (bisheriger) Höhepunkt in deiner SR- Karriere?

Der absolute Höhepunkt war für mich als ich direkt nach dem ersten Match bereits beim zweiten Spiel eine Partie der Footeco Meisterschaft vom Team Südostschweiz leiten durfte. Das spielerische und taktische Verhalten der Junioren sind beeindruckend. Was für mich herausstach, war das extrem faire Verhalten der Spieler, Trainer und Eltern der Junioren. Egal was für ein Pfiff, es gab keine Reklamationen. So macht das Leiten einer Partie riesen Spass!

 

Engagierst du dich in einer Trainingsgruppe des OSV?

Leider bin ich bis und mit heute noch nicht dazu gekommen. Ich finde die Gruppe eine super Idee und werde bei der nächst bietenden Gelegenheit sehr gerne an einem Event teilnehmen.

 

Wie nimmt dein Umfeld deine Tätigkeit als Schiedsrichter bzw. im Schiedsrichterwesen wahr?

Um ehrlich zu sein, hat mein Umfeld zuerst geschmunzelt und gemeint, ich mache einen Scherz. In der Zwischenzeit freuen sich alle für mein Hobby und finden es toll. Wenn wir zusammen einen Fussballmatch anschauen, wird vermehrt ein Auge auf den Schiedsrichter geworfen und die Kollegen müssen jeweils zugeben, dass die Beurteilung für den Schiedsrichter nicht so einfach ist. Beim Heimverein werde ich immer wieder zu Regeln ausgefragt und die Mitspieler erklären mir jeweils mit welchen Entscheidungen des letzten Schiedsrichters sie nicht einverstanden waren.

 

Wer unterstützt dich besonders bei deiner Tätigkeit als Schiedsrichter bzw. im Schiedsrichterwesen ? 

Am meisten unterstützen mich meine Familie und meine Freunde. Eine grosse Unterstützung erhalte ich ebenfalls von meinem Heimverein sowie den sehr offenen und freundlichen Ausbildner und Inspizienten vom OFV.

 

Tauscht du dich regelmässig mit deinen SR- Kollegen über das Schiedsrichterwesen aus?

Ab und zu tauschen wir uns über neue Regeln aus. Wir haben seit dem Grundausbildungskurs einen WhatsApp Schiedsrichterchat wo wir auch einmal über etwas anderes als nur Regeln texten können.

 

Was sind aus deiner Sicht die grössten Herausforderungen für Schiedsrichter in der Ostschweiz?

Meiner Meinung nach muss die Akzeptanz des Schiedsrichters bei den Spielern und Trainern vor allem in den tieferen Ligen verbessert werden. Die Mannschaften sollten verstehen, dass im Fussball Sieg und Niederlage nicht aufgrund einer Schiedsrichter Entscheidung besiegelt werden. Es gibt neunzig Minuten Zeit dies spielerisch auf dem Fussballfeld zu entscheiden. Fehler können passieren, es sollte nicht zweimal der gleiche Fehler passieren und man sollte dazu stehen, wenn man einen Fehler gemacht hat.

 

Hast du einen Schiedsrichter als Vorbild?

Mein Schiedsrichter Vorbild ist Nicola Rizzoli. Er hat 2013 den Champions League Final sowie den WM Final gepfiffen und hatte stets einen sehr guten Umgang mit den Spielern.

 

Was ist deine grösste Motivation in diesem Hobby?

Ich möchte auf dem Fussballfeld als Sportler akzeptiert werden. Das Wichtigste ist für mich,  dass die beiden Teams Freude am Fussball haben und einen fairen und tollen Match erleben dürfen.